Weinanbau

 

Der Ursprung des Weinbaus in Erfurt liegt im Mittelalter. Weinanbauflächen befanden sich an den südlichen Hängen der umliegenden Berge, wie z.B. am Roten Berg, der Schwellenburg bei Tiefthal oder am Stollberg und dem Petersberg. Die Gesamtanbaufläche belief sich in der Blütezeit auf ca. 2.000 Hektar. Die Bedeutung des Weinanbaus im Mittelalter bis hinein in das 17. Jahrhundert ist in Erfurt weitestgehend geschichtlich verloren gegangen - die Renaissance dieser Weinkultur in und um Erfurt in Tradition ihrer Vorgängerstiftungen ist eines der erklärten Ziele der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer.

 

 

Das Projekt wird dankenswerter Weise unterstützt vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) im Rahmen des Programmes "Investitionsförderung landwirtschaftlicher Unternehmen (ILU)" aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 

 

Die Stiftung plant „Die Wiederbelebung des Weinbaus in Erfurt“ auf einem kammereigenen Flurstück - genannt „Pfaffenlehne“. Mit der Straßenbahnlinie 4 vom Domplatz Richtung Flughafen - wenige Schritte - und schon erlebt man ein über Jahrhunderte nicht dagewesenes Panorama. Von der zuständigen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung wurde die Genehmigung erteilt, zunächst auf 5,1171 Hektar Rebpflanzungen vorzunehmen. Zwischenzeitlich wurden weitere 2,8794 Hektar genehmigt, so dass eine Einzellage in Größe von insgesamt 7,9965 Hektar entsteht. 

Die Pflanzung der Rebstöcke erfolgt dabei zeitlich in drei Schritten, bis zur BUGA 2021 ist über die Hälfte der Fläche aufgerebt.

 

 

Es soll aber nicht nur angebaut und gelesen werden, auch die Kelterung soll in weiteren Entwicklungsschritten in Erfurt erfolgen. Geleitet wird der Weinbetrieb eigenverantwortlich von unserem Winzer, Jörn Goziewski - einem "echten" Erfurter! Jury Falstaff: „Nominé Newcomer des Jahres 2019“ - Jörn gehört zur jungen, experimentierfreudigen Garde bestehender Winzer. „Wer Weine abseits des Mainstreams sucht ist hier genau richtig“ - Eichelmann  2018.

 

 

Das neue Weingut ist freiwilliges Mitglied beim Öko/Bio-Verband DEMETER. Schritt für Schritt soll der Anbau nach den äußerst strengen Richtlinien des Demeter-Anbaus ausgerichtet werden, welche im Rahmen ihrer Zertifizierung weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinausgehen.

 

Die Kreation unnachahmlicher Bio-Weine mit Finesse, Eleganz und Tiefgründigkeit sind dabei das erklärte Ziel. Die zukünftige Vermarktung der Weine soll vor angestrebter Nachhaltigkeit genau wie der Anbau und die Kelterei überwiegend regional erfolgen. Zudem wird durch die Zusammenarbeit mit der Christophoruswerk Erfurt gGmbH das Ziel verfolgt, Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit nicht behinderten Menschen in das Arbeitsleben im Weinbau zu integrieren.

Derzeit existieren nur wenige Winzer in Thüringen mit Einzellagen von über 5 Hektar, so dass es in Erfurt zu einer sichtbaren Wiederbelebung des Weinanbaus kommt.

Biodynamisch - regional - sozial - Fortsetzung folgt - bleiben Sie gespannt!

 

DEM WILLEN DER STIFTER FOLGEND – DER ZUKUNFT VERPFLICHTET

 

 

 

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